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 Betreff des Beitrags: Therapeuten bei der Arbeit
BeitragVerfasst: Fr 5. Okt 2007, 07:19 
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Registriert: Do 19. Jul 2007, 20:22
Beiträge: 1486
Hallo Ihr :D

Wir haben ja einige Reitherapeuten im Forum. Wenn Ihr wollt: berichtet doch mal von Eurer Arbeit, stellt Eure Ziele und Schwerpunkte vor (gerne mit Link) und erzählt, ob Ihr einen Berber/Araber-Berber im Einsatz habt oder haben wollt und warum.

*79

_________________
"Jeder hat das Pferd, das er verdient, man hat es sich selbst ausgesucht und zu dem gemacht, was es jetzt ist“ (Bent Branderup).


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 8. Okt 2007, 21:15 
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Registriert: Di 17. Jul 2007, 17:11
Beiträge: 48
Ich wusste gar nicht, dass es noch mehr Therapeuten mit Berbern gibt.
Wer arbeitet denn mit einem Berber oder Araber-Berber und kann etwas darüber erzählen?

Meine "Allerbeste" ist ja erst drei und lernt gerade was Karotten sind - also noch Lichtjahre vom Therapiepferd entfernt.

Ich arbeite als Hippotherapeutin mit behinderten Kindern seit einigen Jahren mit einem Haflinger, einem Isländermix und einem Shetti.
Ich weiß zwar noch nicht wie man Bilder ins Forum stellt, aber wer eines meiner Projekte sehen mag kann unter www.baylfk.com auf Bilder klicken und dann auf Pferdetheater.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 9. Okt 2007, 07:30 
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ModeratorIN
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Registriert: Mi 25. Jul 2007, 11:20
Beiträge: 2398
Hallo Quabyla,

willkommen im Forum :)
Schöne Bilder von deinem Pferdetheater und Dein Hafi ist ja ein ganz
Hübscher!


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 Betreff des Beitrags: Therapie mit Berbern
BeitragVerfasst: Di 9. Okt 2007, 07:36 
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Registriert: So 12. Aug 2007, 19:09
Beiträge: 16
Wohnort: Wiesenburg (Brandenburg)
Ja Hallo,

ich arbeite auf meinem Hof auch mit meinem und einem anderen Jungberber in der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Erwachsenen. Bei uns wohnen z.Z. (in Offenstallhaltung) drei AB-Wallache, meiner, der Quanino ist drei Jahre alt, Qaim ist auch drei und Rashad ist zwei. Eingeritten ist natürlich noch keiner von ihnen, bei Quanino warte ich auf jeden Fall noch mindestens bis in den nächsten Sommer (er wird im April 4). Aber alle drei sind Menschen gegenüber so aufgeschlossen und freundlich, dass sie sehr gut auf andere zugehen und immer interessiert sind, wenn was los ist. Quanino stürzt sich förmlich auf jede Kindergruppe, läßt sich gern berühren, wunderbar führen und ist (nicht zuletzt wegen seiner Farbe) heiß begehrt als Kommunikationspartner (anfangs machte es mich ein wenig betrübt, wollte ich doch ganz egoistisch, dass er sich nuuuur mir zuwendet :wink: ). Quanino ist bei mir aufgewachsen und vom Typ her so geerdet und von einer unvergleichlich echten und ungetrübten, gelassenen Ausstrahlung, dass er meinen Klienten viel geben kann. Wir haben hier kein Pferd mit einem ähnlichen Wesen (auch wenn die Berber natürlich alle freundlich und gelassen sind!). Da ich vorwiegend heilpädagogisch und psychotherapeutisch arbeite, werden bei uns alle Pferde zur Therapie eingesetzt, egal, ob sie gesund oder krank, alt oder jung, dick, klein, groß, "verhaltensgestört" oder sonstwie sind. Durch ihr Wesen und ihr e Interaktion mit dem Klienten spiegeln sie den Menschen deren Selbst, deren Gefühle, Ängste, Freude usw. Versteht "eingesetzt" bitte nicht falsch: natürlich lasse ich ein krankes Pferd nicht arbeiten, aber es kann vom Klienten getröstet und umsorgt werden, auch das löst viel aus.
Bis vor einiger Zeit lebte eine sehr scheue, ängstlich-verspannte AB-Stute bei uns, die einige heftige Erfahrungen in ihrem Leben machen mußte. Sie war DAS Pferd, auf das sich z.B. sämtliche (!) mißbrauchten Mädchen unabhängig voneinander stürzten und sie ging auch auf diese sehr zart zu.
Ich denke, dass es rasseunabhängig ist, welche Pferde zur pferdegestützten Therapie eingesetzt werden, wenn der Schwerpunkt in der Heilpädagogik liegt. Und natürlich muß ich als Anleiterin in jeder Situation für die Sicherheit von Mensch und Pferd sorgen können. Für die Hippotherapie gelten sicher etwas andere Bedingungen, da kommt es sehr auf Größe, Gangmechanik, Gelassenheit usw. des Pferdes an.

Ich schreib gern später weiter, muß jetzt raus, die Pferdies warten.

Gruß
Susann
www.reit-therapie-hof-grubo.de


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 10. Okt 2007, 18:01 
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Registriert: Di 17. Jul 2007, 17:11
Beiträge: 48
Danke für das Hafi Kompliment. Er gehört meiner Kollegin - ich werde es weiterleiten.
Und danke für den interessanten Bericht über die Therapie.
So unterschiedlich arbeiten wir wahrscheinlich gar nicht, weil wir auch sehr viele verhaltensauffällige Kinder haben und ich nicht nur auf Hippotherapie fixiert bin.
Ich schreibe bald mal mehr dazu, aber zur Zeit bin ich ziemlich eingespannt *47 *139 *138 *69 . Also nicht böse sein, wenn ich nicht sofort reagiere.
Und "Hallo Sabine" ich habe doch nur gefragt, wie das funktioniert als Moderator und schon bin dabei *48. Passt schon, auch wenn ich nicht so eine fleißige Schreiberin bin.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do 11. Okt 2007, 07:21 
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Registriert: Do 19. Jul 2007, 20:22
Beiträge: 1486
Quabyla hat geschrieben:
Und "Hallo Sabine" ich habe doch nur gefragt, wie das funktioniert als Moderator und schon bin dabei *48. Passt schon, auch wenn ich nicht so eine fleißige Schreiberin bin.

So schnell kanns gehen *1

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"Jeder hat das Pferd, das er verdient, man hat es sich selbst ausgesucht und zu dem gemacht, was es jetzt ist“ (Bent Branderup).


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapeuten bei der Arbeit
BeitragVerfasst: Di 3. Jun 2014, 13:26 
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Registriert: Di 3. Jun 2014, 11:13
Beiträge: 11
Zitat:
" Da ich vorwiegend heilpädagogisch und psychotherapeutisch arbeite, werden bei uns alle Pferde zur Therapie eingesetzt, egal, ob sie gesund oder krank, alt oder jung, dick, klein, groß, "verhaltensgestört" oder sonstwie sind. Durch ihr Wesen und ihr e Interaktion mit dem Klienten spiegeln sie den Menschen deren Selbst, deren Gefühle, Ängste, Freude usw. Versteht "eingesetzt" bitte nicht falsch: natürlich lasse ich ein krankes Pferd nicht arbeiten, aber es kann vom Klienten getröstet und umsorgt werden, auch das löst viel aus."

Das sehe ich genau so. Als ich mein klinisches Jahr in der Kinder- und Jugendpsychiatrie machte, befanden sich alle Therapeuten in einer Sackgasse. Über 6 Monate bewegte sich nichts bei einem 13jährigen Mädchen mit selektivem Mutismus. Erst als sie mehrere Male auf dem Pferd saß, kamen die ersten Reaktionen: sie weinte. Wie man es sich denken kann, hat sie auch ihre ersten Worte an die Reitlehrerin, nicht an die Therapeuten gewandt. Ein Junge hatte eine sehr schlechte Prognose (Depression, Aggression) und als die Eltern den Chefarzt fragten, was sie denn tun sollen, sagte er nur: "Kaufen sie ihm ein Pony". Auch dieser Junge war für die klassische Therapie (vielleicht noch) nicht empfänglich. Nur beim Pony taute er wie auf Knopfdruck auf, war ein anderes Kind und konnte sich dem Tier gegenüber öffnen. Bei einem total goldigen aber hoch aggressiven (und depressiven) Autisten (Asperger) bereitete ich fast 1 Jahr lang den Besuch bei meiner Reitlehrerin vor, die einen Quarter und eine Appaloosa-Stute hatte. Der Tag war so was von bombastisch und wertvoll, dass der Junge selbst nur noch von diesem Erlebnis sprach; er hatte lauter komische Fotos von den Muskeln der Hinterhand gemacht und diese dem Psychiater gezeigt. Dieser war von den positiven Ereignissen völlig beeindruckt. Das ist der Wahnsinn, was da zwischen den Tieren und den kleinen (großen) Menschen abläuft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Therapeuten bei der Arbeit
BeitragVerfasst: Di 3. Jun 2014, 19:00 
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Registriert: Sa 9. Jan 2010, 19:50
Beiträge: 386
Wohnort: 93458 Eschlkam
Ja, wenn es gut begleitet wird, können die Tiere helfen Wunder zu wirken. Ist eine schöne Arbeit.


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