Kenn ich auch, dass man das zu integrierende Pferd erst in einen Paddock neben die Herde stellt, dann den Big Boss dazu, dann tageweise die rangnächsten dazu, und das war's dann eigentlich.... kommt natürlich auch auf die Größe der Herde an. Bei 30 Pferden wär man da einfach zu lange beschäftigt....
Wir haben ja nu nur 4 Stuten in der Herde, der Hengst läuft logischerweise extra. Bei meinen beiden Mädels gab's einige Tage Extrapaddock und -Box mit Schnupperkontakt. Bei Pony waren es ja nur zwei andere Pferde in der Herde, bei Damali dann schon drei. Die ersten Zusammenführversuche haben wir auf der großen Weide gestartet, damit gelaufen werden konnte, wovon die Mädels auch gerne Gebrauch machten - allerdings nicht sehr lange, da dann doch das Gras lockte. Zusammen fressen macht friedlich. Damali brach dann gleich am dritten Tag selbständig aus ihrem Paddock aus und regelte die Zusammenführung selber. Wir steckten sie dennoch noch 2 x zurück ins Single-Paddock. Pffff.
Zum Individualabstand: Ich weiss nicht wie das bei anderen Berbern ist, aber bei Damali war's sehr drastisch. Sie pfiff da nämlich von Anfang an drauf und kassierte lieber Prügel, statt weg zu gehen. Nach ein paar Tagen machte sich bei den anderen Mädels Resignation breit, dann gewöhnten sie sich langsam an das superaufdringliche Jungviech. Mittlerweile steht Damali meist auf Hautkontakt an ihrer Freundin, der Friesin, dran. Was rassistisch betrifft, kann ich dazu nichts sagen, da sie die einzige Berberin im Stall ist. In einem alten Militär-Reiterei-Buch habe ich aber gelesen, dass Pferde dazu neigen, sich stets anderen Pferden gleicher Farbe anzugliedern, weswegen dies in Kavallerie-Regimentern bewusst so gewählt wurde (und natürlich auch, weil's schicker aussah.. ). Unsere Winz-Herde ist jedenfalls der lebende Beweis dafür. Damali sah die Friesin und sagte sofort: Mama! (obwohl Mama weiss ist!), während sich (Schimmel-) Pony Annika gleich eher der PRE-Stute im Stall anhängte (allerdings lange nicht so aufdringlich wie's Berberlein )
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